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Glück

"Gutes aller Art ist dem Christen eine Freude – wo immer er es bei den Menschen findet. Als Weltbürger geht es ihm auch um das Glück aller ihrer Bewohner."

John Wesley (1703 - 1791)

Dienstag 18. September 2018 08:24Alter: 91 days
/ Kategorie: Aus den Gemeinden, Schweiz

Zeit für einen Kaffee? - Methodisten in Männedorf laden ein

Was führt einen Singkreis, die Trachtenfrauen rechtes Züriseeufer, ein Firmengebet, Moms and Prayer, einen Bibelkreis, ein Gebetsfrühstück … ins Foyer der Methodistkirche in Männedorf? – Das «KaffeeZeit».

Fröhliche GEsichter bei der Eröffnung des KaffeeZeit. (Bild: zVg)

Die Methodist/innen in Männedorf haben viele Räume, die nur begrenzt genutzt werden. Und die Mitglieder der kleinen methodistischen Gemeinde können gut zuhören und Gespräche führen. Als dann von unterschiedlicher Seite das Bedürfnis nach einem gemütlichen Ort in Männedorf an sie herangetragen wurde, einem Ort, an dem Gruppen und einzelne sich ungezwungen und ohne Konsumzwang treffen können – da schien schon fast alles klar: Ein Café, in dem die Methodist/innen ihre Zeit verschenken, war die Idee. Doch der Schritt dahin schien etwas gar gross.

 

Mittwuch-Kafi
Die Kirchgemeinde begann mit einem Zwischenschritt: Während gut eineinhalb Jahren öffneten die Methodist/innen das Kaffee jeden Mittwochnachmittag. Einmal im Monat gab es einen besonderen Anlass, etwa ein Erzählcafé oder das «Smartphonekaffee», bei dem die Konfirmand/innen der Reformierten Kirche älteren Menschen die sozialen Medien näher brachten und dabei erfuhren, wie früher kommuniziert wurde.
Etwa zu derselben Zeit wurden die Verantwortlichen ausserdem vermehrt von Gruppen angefragt, die sich in den Kirchenräumen zum Singen, Beten und zum Austausch treffen wollten.

 

Ganz andere Gäste
Beides zusammen führte schliesslich zum «KaffeeZeit»: Von Montag bis Donnerstag, jeweils zwischen 7.30-11.30 Uhr und 14-16.30 Uhr ist das Café das ganze Jahr über offen. Dabei ist der Name Programm. Das «KaffeeZeit» ist ein Raum, in dem Menschen Zeit mit Gott, Zeit miteinander und Zeit mit Kindern verbingen.
Durch diesen Schritt zum täglichen Angebot hat das Projekt noch einmal an Dynamik gewonnnen: Ganz andere Gäste als bislang kommen nun ins Foyer der Methodistenkirche. Sie trinken einen Kaffee, geniessen Nussstängeli der pensionierten Bäckerin aus dem Dorf –  und oft beginnen sie, von sich aus zu erzählen. Beziehungen entstehen, die im Kaffee ihren Ursprung haben.

 

Foyer zu verschenken
Ob es «rentiert», wird Pfarrer Rolf Wüthrich manches Mal gefragt. Nein. Finanziell rentiert das KaffeeZeit nicht. «Wären wir ein normales Kaffee müsste ich mich wohl sorgen», sagt Wüthrich und zitiert dann, was ein Kollege von ihm unlängst in einem Interview sagte: «Kirche wird lernen müssen, sich zu verschenken.» Das haben die Methodist/innen in Männedorf mit ihrem Kirchenfoyer getan: «Wir haben beschlossen unser Kirchenfoyer der Öffentlichkeit ‹Preis zu geben›», sagt Pfarrer Wüthrich. Entstanden ist ein Café, das zeitaktuell gestaltet ist und in dem sich Personen unabhängig von ihrer Kultur und ihrem Alter wohlfühlen.

 

Rolf Wüthrich / S.F.


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